Web3 im Jahr 2035.
Warum Liquidität zum neuen SuperRohstoff werden könnte
Web3 wird erwachsen. Und vielleicht liegt die spannendste Entwicklung gar nicht bei der nächsten Kryptowährung,
sondern bei etwas viel Unspektakulärerem: Liquidität.
Von Krypto-Spekulation zu Finanz-Infrastruktur
Die erste Web3-Welle war laut, schnell und spekulativ. Tokens, NFTs, DeFi und Memecoins bestimmten die Schlagzeilen.
2026 verschiebt sich der Schwerpunkt. Banken, Vermögensverwalter und Zentralbanken beschäftigen sich zunehmend mit Tokenisierung, Stablecoins und programmierbarer Finanzinfrastruktur.
Die BIS bezifferte die Marktkapitalisierung von Stablecoins Ende Mai 2026 auf rund 320 Mrd. US-Dollar.
Das ist immer noch klein gegenüber dem klassischen Bankensystem, aber groß genug, um von einer durchaus
relevanten Finanzmarkt-Infrastruktur zu sprechen.
Der entscheidende nächste Schritt:
Reale Vermögenswerte on-chain
Tokenisierung bedeutet vereinfacht, dass ein wirtschaftlicher Anspruch digital auf einer programmierbaren Infrastruktur abgebildet wird. Das können Anleihen, Fonds, Geldmarktinstrumente oder andere Vermögenswerte sein.
Wie weit das bereits geht, zeigt BlackRock:
Im August 2026 brachte der Vermögensverwalter tokenisierte Anteilsklassen ausgewählter Geldmarktfonds nach Europa.
Die zugrunde liegenden Fonds verfügen zusammen über 311 Mrd. US-Dollar Assets under Management.
Doch ein Token allein macht noch keinen Markt
Stell Dir einen Immobilienfonds mit 100 Mio. Euro vor. Wird daraus ein Token, ist der Fonds technisch digital handelbar.
Gibt es aber kaum Käufer und Verkäufer, hilft die Tokenisierung allein wenig. Es fehlt Liquidität.
Genau hier liegt möglicherweise einer der größten zukünftigen Engpässe. Die EZB nennt On-Chain-Sekundärmarktliquidität ausdrücklich als einen Faktor, der für die Skalierung tokenisierter Märkte essentiell wichtig ist.
Liquidität ist nicht gleich Yield Farming
Das wird häufig durcheinandergebracht. Liquidity Providing beschreibt die Funktion: Kapital wird bereitgestellt, damit ein Markt handeln kann. Yield Farming beschreibt dagegen eine zum Teil umfangreiche Ertragsstrategie. Ein wachsender Liquiditätsbedarf bedeutet deshalb nicht automatisch hohe Renditen. Die Möglichkeiten dazu wachsen jedoch.
Der große Infrastrukturmarkt
Wenn künftig mehr Vermögenswerte tokenisiert werden, braucht die Branche mehr als Tokens:
Market Making, Routing, Settlement, Collateral Management, Custody und Interoperabilität werden wichtiger.
Project Agorá, ein von der BIS koordiniertes Projekt mit Zentralbanken und Finanzinstituten, hat 2026 gezeigt, dass tokenisierte Zentralbankreserven und tokenisierte Geschäftsbankeinlagen für atomare* (alles oder nichts) grenzüberschreitende Wholesale-Abwicklung genutzt werden können.
*Wenn alles erfüllt ist → alles wird gleichzeitig ausgeführt.
Wenn ein Teil nicht erfüllt ist → nichts wird ausgeführt.
= keine halben Sachen.
Es geht darum, die heute teilweise komplizierte Kette aus Nachrichten, Zwischenbanken, Kontenabstimmungen und Settlement-Prozessen stärker in einen einzigen programmierbaren, hochsicheren Ablauf zu bringen.
Die BIS beschreibt genau diesen Ansatz: Zahlungsanweisung und Kontenaktualisierung können stärker in einer Transaktion zusammengeführt und Regeln, Compliance-Anforderungen und Bedingungen per Smart Contract abgebildet werden.
Eine realistische Chance für Mera X
Wenn man die Entwicklung von Web3 bis 2035 als Forecast betrachtet, wird eine Sache immer deutlicher: Der nächste große Wachstumsschritt könnte nicht primär bei neuen Kryptowährungen entstehen, sondern tatsächlich bei der Infrastruktur rund um tokenisierte Vermögenswerte.
Genau hier liegt die strategische Chance für Liquidity Provider.
Ein Liquidity Provider stellt nicht einfach nur Kapital irgendwo ab.
Seine eigentliche Funktion besteht darin, Marktteilnehmern Handelbarkeit zu ermöglichen.
Je mehr Assets tokenisiert werden, je mehr digitale Finanzmärkte entstehen und je stärker diese Märkte miteinander verbunden werden, desto größer wird grundsätzlich der Bedarf an professioneller Liquiditätsbereitstellung. Selbst die EZB nennt neben liquiden Sekundärmärkten ausdrücklich Liquidity Provider und Market Maker als wichtige Teilnehmer, um die notwendige Markttiefe zu schaffen und Fragmentierung zu reduzieren.
Und genau deshalb ist der Zeitpunkt interessant. Wir befinden uns möglicherweise nicht am Ende eines bereits gesättigten Liquiditätsmarktes. Wir befinden uns sehr wahrscheinlich noch in der Aufbauphase.
Und hier wird Mera X interessant
Mera X positioniert sich als Liquidity Provider innerhalb dieses entstehenden digitalen Finanzökosystems mit einem kompletten, eigenen Finanzökosystem.
Wenn sich die prognostizierte Entwicklung tatsächlich so fortsetzt, wie sie sich heute bereits abzeichnet,
könnte sich daraus ein langfristig ein interessantes Umfeld ergeben:
Mehr Tokenisierung
↓
mehr digitale Assets
↓
mehr Handelsplätze
↓
mehr Transaktionen
↓
mehr Bedarf an Liquidität
↓
mehr Bedarf an professionellen Liquidity Providern
Das ist die strategische Perspektive.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um die Behauptung, dass Mera X automatisch vom gesamten Wachstum des Web3-Marktes immer profitieren wird. Die Rolle von MeraX ist funktional aber gleichzeitig auch noch visionär. Mera X muss seine eigene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, seine Liquiditätsquellen, seine Ertragsmechanik und seine langfristige Skalierbarkeit zukünftig, dauerhaft beweisen. Rückwirkend hat einiges schon gut funktioniert, aber für die Zukunft muss da defacto noch die ein oder andere Schüppe draufgelegt werden.
Wichtig: Die Branche, in der sich ein Liquidity Provider bewegt,
könnte vor einem erheblichen Wachstumsschub stehen.
Und genau das macht die Positionierung von Mera X im Markt so spannend.
Die interessantere Frage lautet daher:
Wie groß wird der Bedarf an Liquidität sein, wenn ein immer größerer Teil der Finanzwelt programmierbar und on-chain handelbar wird?
Und genau an dieser Stelle könnte Mera X strategisch richtig positioniert sein.
Nicht weil Mera X die Zukunft garantiert oder weil wir sowieso dahinter stehen.
Sondern weil die Funktion, die ein Liquidity Provider erfüllt, in einer zunehmend tokenisierten Finanzwelt möglicherweise immer wichtiger wird.
Das ist ein fundamentaler Unterschied.
Der eigentliche Hebel liegt nicht darin, möglichst laut zu behaupten:
„Der Liquidity-Markt explodiert – also muss Mera X gewinnen.“
Der seriöse Gedankengang lautet:
„Der Markt für tokenisierte Finanzwerte wächst. Diese Märkte benötigen Liquidität. Die großen Finanzinstitutionen bauen bereits die dafür notwendige Infrastruktur. Damit entsteht ein langfristig wachsender Bedarf an professionellen Liquidity Providern. Mera X ist schon in genau diesem Funktionsbereich positioniert.“
Ob daraus tatsächlich ein nachhaltiger Wettbewerbsvorteil entsteht, muss sich an der realen Entwicklung von Mera X zeigen.
Aber eines lässt sich bereits heute sagen:
Wenn die Tokenisierung der Finanzmärkte tatsächlich in den kommenden Jahren skaliert, dürfte Liquidität nicht weniger wichtig werden – sondern mehr.
Und vielleicht ist genau das der spannendste Teil der gesamten Web3-Geschichte:
Nicht der Token ist das Ziel.
Der Markt, der um den Token entsteht, ist das Geschäft.
Was kommt da auf uns zu?
Wie groß könnte der Liquiditätsbedarf bis 2035 werden?
Eine exakte Zahl gibt es heute nicht, denn 1 Dollar tokenisierter Assets bedeutet nicht automatisch 1 Dollar benötigte Liquidität! Der tatsächliche Bedarf hängt vor allem vom Handelsvolumen, der Umlaufgeschwindigkeit und der jeweiligen Assetklasse ab.
Aber die möglichen Größenordnungen sind dennoch beeindruckend:
Jahr | Tokenisierte Assets – Szenario | Mögliche Liquiditätsbasis* |
|---|
2030 | ca. 5,5 Bio. USD | ca. 275–550 Mrd. USD |
2035 | ca. 10 Bio. USD | ca. 500 Mrd.–1 Bio. USD |
2035 – Wachstumsszenario | ca. 20 Bio. USD | ca. 1–2 Bio. USD |
*Illustrative Modellrechnung mit 5–10 % Liquiditätsbasis – keine Marktprognose.
Zum Vergleich: Selbst bei einem vergleichsweise moderaten Szenario von 10 Billionen US-Dollar tokenisierten Assets würde eine Liquiditätsbasis von 5–10 % bereits 500 Milliarden bis 1 Billion US-Dollar bedeuten.
Und bei 20 Billionen US-Dollar wären wir bei 1–2 Billionen US-Dollar Liquiditätsbedarf.
Das Entscheidende ist deshalb nicht die eine „richtige“ Zahl. Die entscheidende Zahl ist die Größenordnung.
Der Liquiditätsmarkt, der für eine tokenisierte Finanzwelt benötigt wird, könnte bis 2035 von heute noch überschaubaren Dimensionen in einen Bereich wachsen, in dem Hunderte Milliarden bis mehrere Billionen US-Dollar an Liquiditätskapazität benötigt werden könnten. Irgendwie noch unvorstellbar.
Mein persönlicher Gedanke
Ich halte es einfach für plausibel, dass wir 2035 wesentlich mehr Finanzwerte auf programmierbaren Infrastrukturen sehen werden als heute. Stablecoins, tokenisierte Fonds und Anleihen sowie institutionelles On-Chain-Settlement könnten dann normale Bestandteile des Finanzsystems sein.
Heute braucht vor allem die Krypto-/DeFi-Welt Liquidität.
Morgen könnte zusätzlich ein großer Teil der traditionellen Finanzwelt auch auf diese Liquiditätsinfrastruktur zugreifen.
Und vermutlich gibt es noch einige Anwendungsfälle für Liquidität, an die wir heute noch nicht denken.
Vielleicht ist genau das die eigentliche Web3-Wette der nächsten zehn Jahre:
Nicht der nächste Coin, sondern die Infrastruktur dahinter.
Und da haben wir mit Mera X alles was wir brauchen. ...prima!
Quellen:
BIS Annual Economic Report 2026 – Tokenisierung und Stablecoins.BIS Project Agorá, 27. Mai 2026.ECB Macroprudential Bulletin, April 2026 – Tokenisierung und On-Chain-Liquidität.BlackRock Cash Management, 4. August 2026.J.P. Morgan Payments Outlook 2026.